Die Zukunft des QLK

Text von David Annaheim – NOZ

Ab April 2020 übernimmt das Sozialunternehmen WG Treffpunkt, welches unter anderem schon für die zeitgemässen «Commonspace Räumlichkeiten» in Olten und die Hupp Lodge in Wisen verantwortlich zeichnet, den Quartierladen im Kleinholz.

Die bisherigen Betriebsleiterinnen Isabelle Hachen und Regula Jäger, welche sich aufgrund gesundheitlicher Gründe Hachens auf die Suche nach einer Nachfolgelösung machen mussten (die NOZ berichtete), sind froh, mit der WG Treffpunkt ein Unternehmen gefunden zu haben, welches den Betrieb in ihrem Sinne weiterführen wird. Marcel Bürge, Geschäftsführer der WG Treffpunkt, und Rebekka Häfeli, künftige Betriebsleiterin des Quartierladens, haben sich nach dem Aufruf in der NOZ umgehend beim Quartierladen gemeldet und ihr Interesse bekundet. Die WG Treffpunkt hilft unter anderem Menschen in schwierigen Lebenssituationen beim Wiedereinstieg in den Arbeitsmarkt. «Mit dem Quartierladen können wir nun auch den Bedarf für Detailhandel abdecken», erklärt Bürge. Das Sozialunternehmen habe sich dabei gegen 15 weitere Interessenten durchgesetzt, wie die beiden Geschwister Regula Jäger und Isabelle Hachen verraten. «Wir sind sehr glücklich, dass wir unseren Laden nun in gute Hände übergeben können», freut sich Hachen. «Es war mitunter auch ein Herzensentscheid. Wir haben viele interessante Gespräche miteinander geführt und die Chemie hat von Beginn weg gestimmt.» Die WG Treffpunkt verfüge über einen guten Leistungsausweis und habe in der Region Olten schon viele erfolgreiche Projekte lanciert. Hinter dem Projektteam steht dabei ein Teil der Köpfe, welche schon das Bloomell Coffeehouse – erst kürzlich mit dem Best of Swiss Gastro Award in der Sparte «Coffee & Bistro» ausgezeichnet – in Olten Südwest realisiert haben.

Fliessender Übergang

Neue Betriebsleiterin wird Rebekka Häfeli. Die 34-Jährige ist in Lostorf aufgewachsen und wohnt mittlerweile selbst im Kleinholz-Quartier. Bevor sie ab 1. April die Leitung definitiv übernimmt, wird sie schon ab März vor Ort sein und sich einarbeiten. «Uns ist es wichtig, dass der Übergang fliessend verläuft, damit der Laden nicht für eine bestimmte Zeit geschlossen werden muss», erzählt Häfeli. Auch habe die Kundschaft vorerst keine grundlegenden Veränderungen zu befürchten. «Der Laden hat sich mitunter zu einem beliebten Kaffeetreffpunkt im Quartier entwickelt, das soll auch so bleiben und sogar noch ausgebaut werden», so Marcel Bürge. «Die Leute sollen herkommen und sich wohlfühlen.» Aber klar habe man viele Gedanken, wie der Quartierladen noch weiterentwickelt werden könne, um auch Kunden aus dem erweiterten Einzugsgebiet anzuziehen.

Stolz auf die letzten zwei Jahre

Regula Jäger und Isabelle Hachen blicken mit Stolz auf die letzten zwei Jahre zurück, in welchen sie viel Herzblut in den Quartierladen gesteckt und diesen erfolgreich aufgebaut haben. Und sie werden bestimmt auch künftig regelmässig – neu als Kundinnen – im Laden erscheinen. «Ich freue mich darauf, als Gast entspannt in der Kaffee-Ecke Platz zu nehmen und mit alten Bekannten Kafi und Gipfeli zu geniessen», lacht Regula Jäger.